
Wo wird Art-Net eingesetzt? #
Vor allem an Orten, an denen es viele Leuchten gibt und man sich nicht mit einer Vielzahl von Kabeln herumschlagen möchte.
Zum Beispiel bei Konzerten, in Theatern, auf Festivals oder sogar bei architektonischen Lichtinstallationen. Überall dort, wo man viele Leuchten gleichzeitig steuern muss und auf unnötige Verkabelung verzichten möchte. Das spart Zeit, Aufwand und Platz :)
Was ist der Unterschied zwischen Art-Net und DMX? #
DMX512 ist die klassische Methode zur Steuerung von Beleuchtung. Es handelt sich um ein Signal, das die Leuchten empfangen und auf das sie reagieren. Das Problem ist, dass wir über ein DMX-Kabel nur 512 Kanäle pro „Universe“ senden können (mehr dazu weiter unten). Das kann in manchen Fällen einschränkend sein.
Und genau hier kommt Art-Net ins Spiel, das dieselben DMX-Daten überträgt, jedoch über ein Netzwerk – schneller, über größere Entfernungen und ohne Unmengen an Kabeln.
Wer erzeugt Art-Net? #
Ein Art-Net-Signal kann von verschiedenen Geräten erzeugt werden:
- Lichtkonsolen – wie beispielsweise GrandMA,

GrandMA wird für professionelle Lichtshows verwendet.
- Software – es gibt Programme, mit denen man Beleuchtung über einen Computer steuern kann, wie zum Beispiel LED Strip Studio 3.

Und was empfängt es? #
Damit das Art-Net-Signal die Beleuchtung steuern kann, muss es irgendwo empfangen werden:
- Art-Net-Knoten – ein Gerät, das Art-Net in klassisches DMX umwandelt, damit auch Leuchten, die nur DMX unterstützen, damit arbeiten können.


Ein „Universe“ bezeichnet einen Block von 512 Kanälen. Jede Leuchte kann eine unterschiedliche Anzahl von Kanälen haben
(z. B. kann eine einfache LED-Leuchte nur 3 haben – R, G, B), komplexere Leuchten können jedoch über 20 Kanäle haben.
Wenn Sie viele Leuchten haben, benötigen Sie mehr „Universen“. Art-Net ermöglicht es Ihnen, bis zu 32.768 gleichzeitig über das Netzwerk zu übertragen, ist also nicht so eingeschränkt wie klassisches DMX.
Was ist mit Begriffen wie Unicast, Multicast und Broadcast? #
Beim Versenden von Art-Net-Daten gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Broadcast – Wir senden Daten an alle Geräte im Netzwerk, auch wenn einige davon diese nicht benötigen (dies kann das Netzwerk unnötig belasten).
- Multicast – Wir senden Daten nur an eine Gruppe von Geräten innerhalb eines bestimmten Universums (effizienter).
- Unicast – Wir senden Daten nur an ein bestimmtes Gerät unter dessen IP-Adresse (am effizientesten, erfordert jedoch ein gut konfiguriertes Netzwerk).
Warum ist ArtNET wichtig? #
Es vereinfacht die Lichtsteuerung, ermöglicht größere Flexibilität und spart sowohl Zeit als auch Geld (weniger Kabel, weniger Probleme).
**Wo kann ich mehr erfahren? #
Klicken Sie hier und vereinbaren Sie eine kostenlose Beratung mit uns – wir erklären Ihnen diese und viele weitere Funktionen und helfen Ihnen dabei, Ihr Projekt zu perfektionieren.
Was ist der praktische Unterschied zwischen Art-Net und der Verwendung eines herkömmlichen DMX-Kabels?
Ein herkömmliches DMX-Kabel überträgt maximal 512 Kanäle – genug für 170 RGB-Pixel. Wenn Sie mehr benötigen, brauchen Sie ein weiteres physisches Kabel. Art-Net überträgt all diese Universen über ein einziges Ethernet-Kabel an einen Switch und von dort an so viele Controller, wie Sie benötigen. Für jede Installation mit mehr als ein paar hundert Pixeln ist Art-Net deutlich einfacher und skalierbarer als die Verlegung einzelner DMX-Kabel.
Funktioniert Art-Net über WLAN oder benötigt es eine kabelgebundene Verbindung?
Art-Net funktioniert technisch gesehen über WLAN, wird jedoch für professionelle Installationen nicht empfohlen. WLAN führt zu variablen Latenzzeiten und Paketverlusten, die sich als sichtbares Flackern der LEDs bemerkbar machen. Für ernsthafte Anwendungen sollten Sie kabelgebundenes Ethernet verwenden. WLAN ist für kleine Heimanlagen mit einem Reactivo-2-Controller akzeptabel, bei denen gelegentliche Unregelmäßigkeiten keine Rolle spielen, jedoch nicht für Live-Veranstaltungen oder Rundfunkumgebungen.
Wie viele LED-Pixel kann Art-Net insgesamt steuern?
Art-Net unterstützt bis zu 32.768 Universen mit jeweils 170 RGB-Pixeln – das sind über 5 Millionen einzelne RGB-Pixel in einem Art-Net-Netzwerk. In der Praxis gilt als Grenze das, was Ihre Controller-Hardware und -Software bewältigen kann. LED Strip Studio mit mehreren LEC3 PRO-Controllern kann realistisch gesehen Zehntausende von Pixeln von einem einzigen Laptop über einen Gigabit-Switch verwalten.
Was ist der Unterschied zwischen Unicast und Broadcast in Art-Net, und was sollte ich verwenden?
Bei „Broadcast“ werden die Art-Net-Daten an jedes Gerät im Netzwerk gesendet, auch an solche, die sie nicht benötigen – einfach einzurichten, aber in großen Netzwerken ineffizient. Bei „Unicast“ werden die Daten direkt an die IP-Adresse eines bestimmten Controllers gesendet – effizienter und zuverlässiger. Für kleine, dedizierte LED-Netzwerke ist „Broadcast“ ausreichend. Bei großen Installationen in gemeinsam genutzten Netzwerken verhindert Unicast an die statische IP-Adresse jedes Controllers, dass das Netzwerk mit unnötigem Datenverkehr überflutet wird.
Können meine Lichtkonsole und die LED Strip Studio-Software die LEDs gleichzeitig steuern?
Ja, über Art-Net-Merge. Sowohl die Konsole als auch LED Strip Studio geben Art-Net-Daten aus, und der Controller führt die beiden Eingänge zusammen – Sie konfigurieren, welche Quelle Vorrang hat oder wie sie miteinander verschmelzen. Dies ist üblich bei Theater- und Konzertinstallationen, bei denen der Lichtdesigner die Konsole für die Hauptsequenzen nutzt und LED Strip Studio parallel dazu generative Hintergrundeffekte steuert.