PWM, Bildwiederholfrequenz und Kameraflimmern

Erfahren Sie, worin der Unterschied zwischen der LED-Bildwiederholfrequenz und der PWM-Frequenz besteht, warum billige LED-Streifen vor der Kamera flackern und wie Sie den richtigen Pixel-IC für Fernsehstudios, Filmsets und professionelle LED-Installationen auswählen.

Wenn Sie schon einmal eine Kamera auf eine LED-Beleuchtung gerichtet und dabei Streifenbildung, Stroboskopeffekte oder ein unschönes Flackern beobachtet haben, das für das bloße Auge nicht sichtbar war – dann sind Sie auf ein PWM-Problem gestoßen. Es handelt sich um eines der häufigsten und am meisten missverstandenen Probleme bei der LED-Beleuchtung in Fernsehstudios und bei Pixel-LED-Installationen vor der Kamera. Dieser Leitfaden erklärt, was dabei tatsächlich vor sich geht, warum dies für die professionelle Arbeit von Bedeutung ist und wie Sie Hardware auswählen, die Sie am Set nicht in Verlegenheit bringt.

Beispiel für eine Leuchte mit niedriger PWM-Frequenz

Was ist der Unterschied zwischen Bildwiederholfrequenz und PWM-Frequenz?
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Diese beiden Begriffe werden ständig verwechselt, doch sie bezeichnen nicht dasselbe. Bildwiederholfrequenz und PWM-Frequenz befinden sich an unterschiedlichen Stellen in der Signalkette, und ihre Verwechslung führt dazu, dass man die falsche Hardware kauft.

Die Bildwiederholrate gibt an, wie schnell Ihr Pixel-LED-Controller ein neues Farbdaten-Frame an jedes Pixel der Installation senden kann. Sie wird in Frames pro Sekunde (FPS) gemessen. Ein Controller mit einer Bildwiederholrate von 60 FPS aktualisiert jedes Pixel 60 Mal pro Sekunde. Diese Zahl hängt von der Prozessorgeschwindigkeit Ihres Controllers, der Effizienz des verwendeten SPI-Protokolls und der Anzahl der Pixel in der Kette ab. Der LED Strip Studio LEC3 erreicht beispielsweise mehrere hundert FPS – weit mehr als genug für jede Kamera.

Die PWM-Rate ist davon völlig unabhängig. Es handelt sich um eine feste Frequenz, die im IC-Chip selbst integriert ist und die Dimmung der LEDs steuert. Sie können sie weder über Ihre Software noch über Ihren Controller ändern. Sobald Sie einen Streifen mit einem bestimmten IC ausgewählt haben – WS2812B, SK6812, APA102, SK9822 –, sind Sie für die gesamte Lebensdauer des Produkts an die PWM-Frequenz dieses Chips gebunden.

Wie dimmt PWM eine LED eigentlich?
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Die Helligkeit durch Verringerung der Spannung zu senken, klingt logisch, funktioniert in der Praxis jedoch nicht gut – LEDs ändern bei niedrigeren Spannungen ihre Farbtemperatur und verhalten sich unregelmäßig. Stattdessen nutzt jeder moderne IC in digitalen LED-Streifen die Pulsweitenmodulation (PWM) zum Dimmen. Der Chip schaltet die LED viele Male pro Sekunde blitzschnell vollständig ein und aus. Ihr Auge und Ihr Gehirn mitteln diese Impulse und nehmen ein gleichmäßiges, gedämpfteres Licht wahr.

Bei 50 % Helligkeit ist die LED für 50 % jedes Zyklus eingeschaltet und für die anderen 50 % ausgeschaltet. Bei 10 % Helligkeit ist sie nur für 10 % jedes Zyklus eingeschaltet. Dies wird als Tastverhältnis bezeichnet. Bei ausreichend hohen Frequenzen ist das Schalten völlig unsichtbar – zumindest für das menschliche Auge. Das Problem ist, dass Kameras nicht auf dieselbe Weise funktionieren wie das Auge.

LED-Helligkeit durch PWM eingestellt

LED-Helligkeit, eingestellt durch PWM

Warum sehen Kameras ein Flackern, das das menschliche Auge nicht wahrnimmt?
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Eine Kamera nimmt Bilder mit einer festen Bildrate auf – je nach Aufnahme 24, 30, 50 oder 60 FPS. Der Verschluss öffnet und schließt sich in präzisen Intervallen. Wenn der PWM-Zyklus der LED zufällig nicht mit diesen Intervallen synchron ist, erfasst der Sensor der Kamera die LED bei einigen Belichtungen in ihrer „Aus“-Phase und bei anderen in ihrer „Ein“-Phase. Das Ergebnis sind sichtbare Streifen oder ein Stroboskopeffekt im Filmmaterial – obwohl das Licht für alle am Set vollkommen gleichmäßig aussah.

Das ist keine Fehlfunktion der Kamera. Es ist Physik. Das menschliche Sehsystem integriert Licht über etwa 1/25 Sekunde, wodurch schnelle Flackern geglättet werden. Ein Kameraverschluss öffnet sich für einen Bruchteil dieser Zeit und erfasst den Zustand, in dem sich die LED genau in diesem Moment befindet.

Als Faustregel gilt, dass die PWM-Frequenz einer LED mindestens das 30-Fache der Bildrate der Kamera betragen muss, um eine flimmerfreie Aufnahme zu gewährleisten. Bei einer Kamera, die mit 60 FPS aufnimmt, bedeutet das, dass man eine LED mit einer PWM-Frequenz von mindestens 1800 Hz benötigt. Zeitlupenkameras, die mit 240 oder 480 FPS aufnehmen, benötigen 7200 Hz oder mehr – und genau hier scheitern die meisten „professionellen“ Pixelstreifen still und leise.

Welche gängigen LED-ICs sind für Kameraaufnahmen geeignet?
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Die PWM-Frequenzen gängiger ICs für adressierbare LED-Streifen variieren enorm, und der Unterschied zwischen preisgünstiger und professioneller Hardware ist hier eklatant.

WS2812B – der beliebteste IC für 5-V-LED-Pixelstreifen in der Maker-Community – läuft mit etwa 400 Hz. Das ist für Heimdekorationen, Hobbyprojekte und alles, was nicht gefilmt wird, völlig in Ordnung. Für LED-Beleuchtung im Fernsehstudio oder jegliche Kameraarbeiten ist dies jedoch ein Problem. Bei 400 Hz kommt es selbst bei moderaten Bildraten zu Flackern im Filmmaterial.

WS2815 bei 12 V arbeitet in Standardkonfigurationen mit ähnlich niedrigen PWM-Raten. Die 12-V-Architektur und die Backup-Datenleitung machen ihn hervorragend für Festinstallationen geeignet, doch bei Kameraaufnahmen muss die jeweilige Charge und der Hersteller zusätzlich berücksichtigt werden.

SK6812 – einschließlich des beliebten SK6812-RGBW-Streifens – arbeitet typischerweise bei etwa 1100 Hz. Das ist besser als WS2812B, aber für Aufnahmen mit hoher Bildrate oder Zeitlupe immer noch grenzwertig.

APA102 unterscheidet sich bereits im Design. Es verwendet eine separate Taktleitung anstelle eines zeitgesteuerten Ein-Draht-Protokolls, was den Herstellern mehr Kontrolle über das PWM-Verhalten gibt. Hochwertige APA102-LED-Streifen können PWM-Raten von über 19 kHz erreichen, was sie wirklich kameratauglich macht. Aus diesem Grund hat sich APA102 in Rundfunk- und Filmanwendungen durchgesetzt.

SK9822 läuft ab Werk mit etwa 4700 Hz, und MBI6020 erreicht rund 9766 Hz. Beide sind eine gute Wahl für LED-Beleuchtung bei TV-Sendungen und auf Filmsets, wo Kameras mit verschiedenen Bildraten, einschließlich Zeitlupe, arbeiten.

PWM im Inneren einer RGB-LED

PWM wird für jeden Farbkanal separat erzeugt

Wo trifft man im Alltag eigentlich auf „Low-PWM“-Flimmern?
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„Low-PWM“-Flimmern ist nicht nur ein Problem bei Pixel-LED-Streifen. Sobald man weiß, worauf man achten muss, wird man es ständig bemerken – und zu verstehen, woher es kommt, hilft dabei, falsche Hardware-Entscheidungen zu vermeiden.

Billige LED-Glühbirnen und Haushaltslampen gehören zu den häufigsten Verursachern. Preisgünstige LED-Treiber in billigen Glühbirnen verwenden oft sehr niedrige PWM-Frequenzen – manchmal nur 100 Hz oder sogar 50 Hz, die direkt an die Netzfrequenz gekoppelt sind. Bei normaler Betrachtung sieht das in Ordnung aus. Auf einem Zeitlupenvideo mit 240 FPS, aufgenommen mit einem Smartphone, sieht es jedoch wie ein Stroboskoplicht aus.

Billige DMX-Dimmer und LED-Steuerungen sind eine weitere wichtige Quelle. Ein kostengünstiger DMX-LED-Controller oder ein PWM-Dimmermodul wirbt vielleicht mit „DMX-LED-Dimmung“, arbeitet aber mit einer Ausgangsfrequenz von 500 Hz oder weniger. In einem Nachtclub oder einer Bar fällt das normalerweise nicht auf. An einem Ort mit Kameras – beispielsweise bei einer LED-Installation in einer Bar, die für Musikvideodrehs genutzt wird, oder in einem Club, in dem DJ-Sets live gestreamt werden – wird es vor der Kamera sichtbar und sieht furchtbar aus.

Scheinwerfer und Rückleuchten von Autos – insbesondere bei modernen Fahrzeugen mit LED-Arrays – werden zum Dimmen über PWM gesteuert. Bei normaler Betrachtungsgeschwindigkeit wirken sie wie durchgehend leuchtende Lichter. Filmt man ein Auto auf einer dunklen Straße mit einer Zeitlupenkamera, pulsieren die Rückleuchten oft sichtbar. Die Automobilhersteller werden hier zwar immer besser, aber das Phänomen ist nach wie vor weit verbreitet, insbesondere bei Fahrzeugen der unteren Preisklasse.

LED-Werbeflächen und Anzeigetafeln in Sportstadien sind ein weiteres bekanntes Beispiel. Wenn man ein Fußballspiel oder ein beliebiges Nachtmatch in Zeitlupe filmt, erzeugen die großen LED-Videowände oder die Bandenanzeigen oft sichtbare, sich bewegende Streifen quer über das Bild. Fernsehsender begegnen diesem Problem durch Anpassung ihrer Verschlusszeiten und Bildraten, doch es bleibt eine ständige Herausforderung – insbesondere da immer mehr LED-Pixelinstallationen im Außenbereich in Sportstätten auftauchen.

LED-Bildschirme hinter Filmobjekten – Fahrzeuginnenräume, Cockpits, Studiohintergründe – weisen dasselbe Problem auf. Moderne Filmproduktionen nutzen „In-Camera-VFX“ mit großen LED-Pixelwand-Installationen als virtuelle Hintergründe. Um diese für Zeitlupen- oder Hochgeschwindigkeitskameras richtig einzustellen, müssen Panels mit PWM-Raten von deutlich über 3000 Hz spezifiziert werden, was die Auswahl an Anbietern, mit denen man zusammenarbeiten kann, erheblich einschränkt.

Was sollten Sie für professionelle Kamera-Installationen festlegen?
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Für jede professionelle LED-Installation, bei der Kameras zum Einsatz kommen – sei es eine fest installierte LED-Beleuchtung in einem Fernsehstudio, eine LED-Beleuchtungsanlage auf einer Konzertbühne mit Videoaufzeichnung oder eine Veranstaltung, bei der das Filmmaterial entscheidend ist — sollten Sie zunächst die PWM-Rate des ICs in Ihren technischen Anforderungen festlegen, anstatt dies erst im Nachhinein zu berücksichtigen.

Für Standard-Fernsehsendungen mit 24–60 FPS benötigen Sie eine PWM-Frequenz von mindestens 2000 Hz. Die Streifen APA102, SK9822 und MBI6020 erfüllen diese Anforderung problemlos. Für Zeitlupenaufnahmen mit 120–240 FPS sollten Sie eine Frequenz von 5000 Hz oder höher anstreben. Für extreme Zeitlupen mit 480+ FPS benötigen Sie Spezialhardware – Chips der MBI6020-Klasse oder spezielle professionelle Dimmer mit konfigurierbaren Hochfrequenzmodi.

Für analoge LED-Streifen, die über einen DMX-LED-Controller oder einen PWM-Dimmer gesteuert werden, wählen Sie einen Decoder oder Dimmer, bei dem die PWM-Ausgangsfrequenz ausdrücklich angegeben ist. Professionelle Geräte wie der Lady Dimmer bieten speziell für die Kamerakompatibilität wählbare Frequenzen bis zu 3,9 kHz. Preisgünstige DMX-Dimmer geben ihre PWM-Frequenz meist gar nicht an – was bereits alles sagt, was Sie wissen müssen.

Professionelle Pixel-LED-Controller von LED Strip Studio – der LEC3 und der REACTIVO – liefern hohe Bildwiederholraten an die Streifen, doch die PWM-Rate wird weiterhin vom IC-Chip im Streifen selbst bestimmt. Wählen Sie den richtigen Streifen-IC für die jeweilige Umgebung, und der Controller kümmert sich korrekt um alles Weitere.

Kurzübersicht: PWM-Frequenzen nach IC
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IC PWM-Frequenz Kameratauglich?
WS2812B ~400 Hz Nein
WS2815 ~1000 Hz Grenzwertig
SK6812 / SK6812 RGBW ~1100 Hz Grenzwertig
WS2811 ~400 Hz Nein
APA102 bis zu 19.000 Hz Ja
SK9822 ~4.700 Hz Ja
MBI6020 ~9.766 Hz Ja

Warum flackern meine LED-Streifen vor der Kamera, sehen aber mit bloßem Auge in Ordnung aus?

Das menschliche Auge mittelt das Licht über etwa 40 Millisekunden und kann schnelle Ein- und Ausschaltvorgänge oberhalb von etwa 60 Hz nicht wahrnehmen. Ein Kameraverschluss öffnet und schließt sich in präzisen Intervallen – 1/60, 1/120 oder sogar 1/1000 Sekunde, je nach Bildfrequenz und Verschlusswinkel. Wenn der PWM-Zyklus der LEDs nicht mit diesen Intervallen übereinstimmt, erfasst die Kamera die LED in einigen Einzelbildern im „Aus“-Zustand. Dies führt zu Streifenbildung oder Stroboskopeffekten im Filmmaterial, die niemand am Set mit bloßem Auge erkennen konnte. Die Lösung besteht darin, LED-Streifen mit einer PWM-Frequenz zu wählen, die hoch genug ist, um bei der Bildfrequenz der Kamera unsichtbar zu sein – in der Regel mindestens das 30-Fache der Bildfrequenz.

Wie hoch ist die Mindest-PWM-Frequenz für LED-Streifen, die in Fernsehstudios verwendet werden?

Für Standard-Fernsehkameras, die mit 24–60 FPS aufnehmen, bietet eine Mindest-PWM-Frequenz von etwa 2000 Hz einen sicheren Spielraum. Für Zeitlupenaufnahmen mit 120–240 FPS sollten Sie 5000 Hz oder mehr wählen. LED-Streifen mit den ICs APA102, SK9822 und MBI6020 erfüllen diese Grenzwerte alle problemlos. WS2812B mit 400 Hz und WS2815 mit etwa 1000 Hz sind für professionelle Kameraumgebungen nicht geeignet und verursachen sichtbares Flackern im Filmmaterial, insbesondere bei höheren Bildraten oder bei Anpassungen des Verschlusswinkels.

Was ist der Unterschied zwischen PWM-Rate und LED-Aktualisierungsrate?

Die Bildwiederholrate gibt an, wie oft pro Sekunde Ihr Pixel-LED-Controller ein neues Bild mit Farbdaten an die Streifen sendet – gemessen in FPS. Eine hohe Bildwiederholrate (z. B. 500 FPS bei einem LEC3-Controller) sorgt für flüssige, reaktionsschnelle Animationen. Die PWM-Rate ist etwas ganz anderes: Es handelt sich um eine feste Frequenz im IC-Chip, die steuert, wie die LED durch schnelles Ein- und Ausschalten gedimmt wird. Die PWM-Rate lässt sich nicht per Software ändern – sie ist hardwarebedingt. Beide Faktoren sind wichtig, aber im Hinblick auf das Flackern vor der Kamera ist die PWM-Rate der entscheidende Wert, den Sie bei der Auswahl Ihrer LED-Streifen prüfen sollten.

Warum flackern LED-Autolichter und Anzeigetafeln in Zeitlupenvideos?

LED-Rückleuchten und -Scheinwerfer bei Fahrzeugen sowie große LED-Anzeigetafeln oder Werbebildschirme werden alle über PWM-Dimmung gesteuert. In Echtzeitvideos wirken sie gleichmäßig. In Zeitlupe mit 240 FPS oder mehr erfasst die kurze Verschlusszeit der Kamera einzelne PWM-Zyklen, wodurch die „Aus“-Phasen als Flimmern oder wellenförmige Streifen über das Bild hinweg sichtbar werden. Dies fällt besonders bei Nachtsportübertragungen und mit hoher Geschwindigkeit gedrehten Automobilwerbespots auf. Dies ist eine grundlegende Folge der PWM-Dimmung bei Frequenzen unterhalb der effektiven Wahrnehmungsschwelle der Kamera und der Grund, warum in der Fernsehproduktion zunehmend Mindest-PWM-Frequenzen für jede LED-Hardware vorgeschrieben werden, die vor der Kamera erscheint.

Ist APA102 für Kameraaufnahmen besser geeignet als WS2812B?

Ja, und zwar deutlich. WS2812B verwendet ein einadriges, zeitgesteuertes Protokoll mit einer PWM-Rate von etwa 400 Hz – weit unter den sicheren Schwellenwerten für die meisten Kameraaufnahmen. APA102 nutzt ein Zweidraht-Design mit Takt- und Datenleitung, das Herstellern deutlich mehr Kontrolle über das PWM-Verhalten ermöglicht, wobei die Frequenzen in hochwertigen Implementierungen 19 kHz oder mehr erreichen. Dies macht APA102 zu einer der Standardwahlen für LED-Anwendungen in Film und Rundfunk. Der Nachteil sind die Kosten – APA102-Streifen sind teurer als WS2812B – und der Controller muss das APA102-Protokoll unterstützen, was bei allen professionellen Pixel-LED-Controllern, einschließlich des LEC3 und des REACTIVO, der Fall ist.

Kann ich das Flackern der LEDs vor der Kamera beheben, indem ich die Einstellungen meines Controllers oder meiner Software ändere?

Nein – die PWM-Frequenz ist im IC-Chip fest vorgegeben und kann weder vom Controller noch von der Software geändert werden. Was Sie anpassen können, sind der Verschlusswinkel und die Bildrate der Kamera, um eine Kombination zu finden, die sichtbare Streifenbildung minimiert. Dies ist jedoch nur eine Notlösung, keine dauerhafte Behebung, und schränkt Ihre kreativen Möglichkeiten ein. Die richtige Lösung besteht darin, vor der Installation einen LED-Streifen mit einem IC zu wählen, dessen PWM-Rate hoch genug für die Anforderungen Ihrer Kamera ist. Sobald die Streifen installiert sind, besteht die einzige wirkliche Abhilfe darin, sie durch eine Alternative mit höherer PWM-Rate zu ersetzen – genau deshalb ist die richtige Auswahl des ICs im Vorfeld bei professionellen LED-Installationsarbeiten so wichtig.