Project Quick Facts
Eine Sonne aus 190 LED-Pixel-Bars #
Slnko v sieti — was sich mit „Sonne im Netz" übersetzen lässt — ist Slowakiens nationale Filmpreisverleihung. Jedes Jahr strebt das Kreativteam nach einem völlig originellen Bühnendesign, und für die Ausgabe 2022 kamen sie mit einem Konzept zu uns, das perfekt zu unserem ProfiLED-Bar-System passte.
Die Idee war, eine riesige Sonne aus Licht zu bauen. 190 einzelne Ein-Meter-LED-Pixel-Bars wurden radial von einem zentralen Ring angeordnet, jede als ein Strahl wirkend. Zusammen bildeten sie eine Sonnenform, die die Bühne sofort mit dem Namen der Veranstaltung verband — und gleichzeitig eine riesige Bandbreite an Pixel-LED-Bühnendesign-Möglichkeiten eröffnete, die ein flaches Panel oder ein klassischer Screen schlicht nicht bieten kann.
Wie die Struktur aufgebaut wurde #
Die Produktionsfirma fertigte einen zentralen Rundrahmen, der alle 190 Strahlen verankerte. Das diente zwei Zwecken: Er gab der Sonne ihr strukturelles Rückgrat und schuf den physischen Raum für die Powered LEC Controller — die Einheiten, die sowohl die ProfiLED-Bars antreiben als auch Strom direkt über die Daisy-Chain-Verbindung liefern. Die Controller im zentralen Ring zu halten, hielt die Kabellängen kurz und das gesamte Rig sauber.
Die gesamte Struktur wurde an beweglichen Seilen im Schnürboden über der Bühne aufgehängt. Das ließ den Regisseur die Sonne während der Show heben und senken — einen Sonnenaufgang und -untergang über der Zeremonie simulierend. Das ist genau die Art von dynamischem Bühnenmoment, der eine Lichtinstallation von Dekoration zu Storytelling macht.

HDMI-Grabber-Integration: Einfach ein weiterer Layer für den LD #
Einer der elegantesten Aspekte dieses Setups war die Integration der LED Strip Studio Software in den Produktionsworkflow.
Der Lighting Designer betrieb bereits einen Media-Server für die Show. Wir schlossen den Intensity PRO HDMI-Grabber an einen der Video-Ausgänge des Media-Servers an, und LED Strip Studio erfasste dieses Signal und mapte es in Echtzeit über alle 190 LED-Pixel-Bars. Aus Sicht des Lighting Designers war die Sonne nur ein weiterer Output-Layer in seinem Media-Server — er konnte beliebige Videos, Grafiken oder Live-Effekte von der Steuerkonsole direkt auf die Pixel-LED-Struktur pushen, ohne neue Software zu lernen oder seinen Workflow zu ändern.
Diese Art von Integration macht LED Strip Studio Software bei professionellen Produktionen praktisch. Der Lichttechniker muss nicht um das Pixel-LED-System herum arbeiten — das Pixel-LED-System arbeitet innerhalb seines bestehenden Setups.
Warum ProfiLED bei Award-Shows so gut funktioniert #
Events wie Slnko v sieti haben kurze Aufbaufenster, hohe Sichtbarkeits-Stakes und jedes Jahr ein anderes Designkonzept. Diese Kombination macht modulare LED-Bar-Systeme ideal.
Jede ProfiLED-Bar ist einen Meter lang, in sich abgeschlossen und verbindet sich mit der nächsten über ein einziges Kabel, das sowohl Strom als auch Daten überträgt. Man kann 190 davon zu einer Sonne anordnen, 200 zu einem Gitter oder 80 zu einem Bogen — die Geometrie liegt vollständig beim Designer. Der physische Aufbau geht schnell, was bei einem Live-Event-Zeitplan wichtig ist, wo Bühnenzeit immer knapp ist.
Die LED Pixel Mapping Software in LED Strip Studio lässt einen dann die vollständige Sonnenform in der Software mappen, das Pixel-Layout visuell zeichnen und sofort vorschauen, wie jeder Effekt oder Video-Input auf der tatsächlichen Struktur aussehen wird. Änderungen, die bei einem Standard-Art-Net-Pixel-Mapping-Setup Stunden dauern würden, können in Minuten gemacht werden.
Für jede Award-Show, TV-Produktion oder Live-Veranstaltung, die eine Bühne braucht, die jedes Mal wirklich anders aussieht, sind ProfiLED-Bars kombiniert mit LED Strip Studio einer der schnellsten Wege dorthin.
Häufig gestellte Fragen #
Was ist eine ProfiLED-Bar und wie funktioniert sie?
Eine ProfiLED-Bar ist eine einen Meter lange, in sich abgeschlossene LED-Pixel-Bar mit eingebauten adressierbaren RGB-Pixeln. Jede Bar verbindet sich mit der nächsten in einer Daisy-Chain — ein einziges Kabel überträgt sowohl Strom als auch SPI-Datensignal. Ein Powered LEC Controller sitzt am Anfang der Kette, treibt die Pixeldaten und versorgt auch alle verbundenen Bars mit Strom. Das bedeutet, man kann 190 Bars mit deutlich weniger Kabelführungen installieren, als eine herkömmliche Strip-Installation erfordern würde.
Wie verbindet man eine Pixel-LED-Installation mit einem Media-Server?
Die einfachste Methode ist eine HDMI-Capture-Karte — in dieser Installation verwendeten wir den Intensity PRO PCI-Express-Grabber. Der Media-Server sendet einen Video-Output an die Capture-Karte, und die LED Strip Studio Software liest diesen Live-Videofeed und mappt ihn in Echtzeit über das Pixel-Layout. Für den Lighting Designer wird die LED-Struktur zu einem weiteren Output-Layer des Media-Servers. Keine zusätzliche Software, keine separate Timeline — der LD steuert sie über dieselbe Konsole, die er für alles andere verwendet.
Wie mappt man eine unregelmäßige Form wie eine Sonne in Pixel-LED-Software?
In LED Strip Studio zeichnet man das physische Layout der Bars direkt in der LED Pixel Mapping Software. Man positioniert jede Bar oder Gruppe von Bars auf einem virtuellen Canvas, der der realen Struktur entspricht. Die Software zeigt dann eine Live-Vorschau davon, wie jeder Video- oder Effekt-Input genau auf der Form liegen wird. Für 190 radiale Bars, die als Sonne angeordnet sind, mappt man jeden Strahl einzeln — es dauert, aber die visuelle Vorschau bedeutet, dass man Mapping-Fehler sofort erkennt, anstatt sie auf der Bühne zu entdecken.
Wie viele ProfiLED-Bars kann ein Powered LEC Controller antreiben?
Ein Powered LEC Controller kann eine Daisy-Chain von ProfiLED-Bars antreiben und sowohl SPI-Datensignal als auch Strom durch die Kettenverbindung liefern. Bei großen Installationen wie dieser 190-Bar-Sonne werden mehrere Controller über die Struktur verteilt — in diesem Fall im zentralen Ring untergebracht — sodass jeder Controller eine Teilmenge der Strahlen übernimmt. Das hält die Signalqualität hoch und vermeidet Spannungsabfall über lange Ketten.
Was macht LED-Pixel-Bars besser als LED-Screens für eine Eventbühne?
LED-Pixel-Bars geben einem Bühnendesigner dreidimensionale Freiheit, die flache LED-Screens nicht bieten können. Man kann Bars in jede Form anordnen — radial, gebogen, eckig — und sie in verschiedenen Tiefen und Höhen aufhängen. Licht passiert und umgibt sie, sodass die Bühne visuell offen bleibt. Sie sind auch wesentlich schneller zu riggen und zu de-riggen als ein vollständiges LED-Screen-Panel-System, was bei einem Event-Zeitplan enorm wichtig ist. Der Kompromiss ist Pixeldichte: Bars funktionieren am besten für große Formen und kräftige Effekte statt für hochauflösende Videoinhalte.
Kann ein Lighting Designer Pixel-LED-Bars von einer Standard-Lichtkonsole steuern?
Ja, mit der richtigen Integration. In diesem Projekt empfing die LED Strip Studio Software einen Live-HDMI-Videofeed vom bereits im Produktionsworkflow vorhandenen Media-Server. Der Lighting Designer schickte Video an die LED-Struktur genauso, wie er es an jeden anderen Screen oder Projektionsfläche schickte — keine separate Pixel-LED-Schnittstelle nötig. Alternativ unterstützt LED Strip Studio auch Art-Net und sACN, sodass Pixel-Effekte direkt von einer grandMA oder einer anderen Art-Net-fähigen Konsole ausgelöst werden können.